Sozialabgaben auf Direktversicherung Auszahlung

Beiträge zur Sozialversicherung auf Direktversicherung Auszahlung

Der unangenehme Überraschungseffekt in der Betriebsrentenvorsorge Bei der Auszahlung der betrieblichen Altersversorgung steht die Krankenversicherung vor der Tür und will einen Beitrag haben. Allerdings wissen nicht viele zukünftige Betriebsrenten, was sie später vorhaben. Ein Verlagsleiter bringt 120.000 EUR in seiner Direktversicherung ein und bereitet bereits vor, wie sie das ganze Kapital einsetzen will. Aus der betrieblichen Altersversorgung muss sie rund 21.

600 EUR an Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen zahlen.

"â??Wenigstens 70 % der Betreffenden wissen nicht, was sie bei Fälligkeit der Auszahlung zu erwarten habenâ??, sagt Merten Larrisch, Altersvorsorge-Spezialist im Verbraucherzentrum Bayern, der Tageszeitung Die Wel. Derzeit müßten die betrieblichen Rentner mehr als 18 Prozentpunkte Sozialversicherungsbeiträge bezahlen, wenn das Gehalt auf einen Streich ausbezahlt würde. Für die ehemalige Verlagsleiterin ist dies die Kalkulation, mit der ermittelt wird, ob sie für zehn Jahre 1.000 EUR pro Kalendermonat erhalten würde.

Dann muss sie 157 EUR pro Monat für die Krankenkasse und 23,50 EUR für die Krankenpflegeversicherung zahlen.

Sozialversicherungsbeiträge: "Rentner erhalten ihre Ersparnisse akzeptiert".

Sozialversicherungsbeiträge: "Rentner werden vom Sparen befreit" Verstärkte Kritiken an den Sozialversicherungsbeiträgen für die betriebliche Altersvorsorge. In den vergangenen Jahren war Gerhard Kieseheuer viel auf Achse. Die 67-Jährige hat bereits mehrere Vigils in Berlin veranstaltet, und erst vor zwei Tagen zeigte Nordrhein-Westfalen zusammen mit mehreren zehn gleich gesinnten Menschen in Hamburg. "â??Die Menschen dachten, sie wÃ?rden etwas fÃ?r ihre Alterssicherung tun, und jetzt wird ihnen ein groÃ?er Teil ihrer Ersparnisse weggenommenâ??, sagt Kieseheuer.

In der Regel tritt der Shock nur dann auf, wenn die Kontrakte ausgezahlt werden. In dem Wissen, dass die staatliche Altersvorsorge auf Dauer immer knapper wird, haben rund acht Mio. Deutsche dem politischen Gutachten der Regierung gefolgt und sogenannte Erstversicherungen mit Charakter der beruflichen Vorsorge geschlossen. Die damalige zustaendige Bundesministerin Ulla Schmidt (SPD) und Horst Seehofer, damals stellvertretende Vorsitzende der sozialpolitischen CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hatten sich im Zuge der Gesundheitsfürsorge 2004 darauf geeinigt, dass die Eigentuemer von Erstversicherungen bei Laune halten muessen, den Vollbeitraeger zur GKV und zur Pflege zu stellen.

Grund dafür war das damals deprimierte Sozialversicherungssystem, für das neue Einkommensquellen gesucht wurden. Mittlerweile belaufen sich die Prämien aus Erstversicherungen auf rund 2,5 Mrd. EUR pro Jahr. Wenn zum Beispiel ein Pensionär 100.000 EUR bezahlt wird, gehen gut anderthalb Millionen EUR verloren. Weil neben den schrecklichen Sozialversicherungsbeiträgen auch die Einsparungen durch immer tiefere Zinssätze reduziert werden.

Ähnlich verhält es sich mit ihr. Urspruenglich hatte man ihm 150.000 Mark aus seiner Direktversicherung zugesagt. Das sind etwa 77.000 EUR. 55.000, von denen weitere in Höhe von EUR 9.000 an die Sozialversicherungen gingen. Dies entspricht einem Gesamtverlust von rund EUR 30000 gegenüber der Ausgangsrechnung.

Deshalb hat die Firma Rieseheuer den Verband der Direktversicherten (DGV) ins Leben gerufen. "Die Bundestagsabgeordneten behaupten, es sei unfair, etwas sei schief gelaufen", sagte sie. In Analogie zur Beitragsordnung für die gesetzliche Rentenversicherung ist nur der Anteil des Arbeitnehmers zu zahlen. Wurden bereits während der Sparphase Beitragszahlungen geleistet, sollten bei der Auszahlung der Direktversicherung keine Sozialversicherungsbeiträge mehr anfallen.

Das lässt die Firma nicht nach.

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